Donnerstag, 05.12.2013

Sommerfeeling im Dezember

Ich schäme mich ein bisschen euch beim letzten Mal so großspurig vom "Winter" erzählt zu haben :D Die letzte Woche war nämlich alles andere als winterlich. Mit bis zu 20 Grad und so gut wie kein Wind wird man hier ziemlich aus der Fassung gebracht und es ist äußerst schwierig Weihnachtsstimmung aufkommen zu lassen... Wir haben das Wetter natürlich ausgiebig genutzt, gleich mal einen Kurs sausen lassen und ab zum Strand! :) So macht man das als Erasmus-Student. :) Wenn ihr also die Kälte leid seid und ein bisschen Sommerfeeling genießen wollt - voilà, eine ganze Reihe Strandbilder :)

Ansonsten stecken wir jetzt mitten in den Prüfungen. Aber die Dozenten sind alle super lieb, erklären uns Ausländern ;) alles auch zehn Mal, machen Ausnahmen, was das Datum und die Art der Klausur betrifft und sind sogar bereit uns einfachere Aufgaben zu stellen. Wir verstehen ja schließlich nicht so viel wie die Franzosen ;) Ich denke, es sollte also möglich sein die Prüfungen zu bestehen.

Tja und in etwa zwei Wochen wars das dann auch schon wieder. Weihnachten steht vor der Tür und ich habe sogar schon alle Geschenke zusammen (so früh war ich noch nie fertig). Jetzt muss ich nur noch alles heil in den Koffer, und per Zug und Flieger nach Hause kriegen. :) Und dann... ja dann bin ich wieder im schönen Deutschland. Denn, wie vielleicht noch nicht alle wissen, werde ich doch nur das eine Semester hier bleiben und ab April wieder ganz normal an der HU studieren. Bis auf einen kleinen Urlaub im März werde ich also nach Weihnachten nicht zurückkommen. Und doch ist mir das kleine katalanische Perpignan sehr ans Herz gewachsen und es war (und ist noch) traumhaft schön hier zu sein. John wird hier bleiben, einer muss ja die Stellung halten und uns mit Strandbildern versorgen, während wir hoffen, dass der Winter schnell endet. :) Und er wird die Franzosen auf Trab halten. ;)

Bevor ich jedoch gehe, schaut ruhig ab und zu noch hier rein. Es sind noch ein paar Aktivitäten geplant, wie z.B. ein Ausflug nach Avignon. Bis dahin, südfranzösische Grüße in die Heimat!!

Pack die Badehose ein... ab zum Strand!Ohne die Lunettes de soleil (Sonnenbrillen) geht im Dezember natürlich nichts :)Hihi Männer und Technik :)Joa is der denn völlig übergeschnappt? :D Christian traut sich echt ins kalte Mittelmeer :)Ohne Kommentar :DEmy, Christian, John und ich......wir hatten einen lustigen Dezembertag :)Die Sonne scheeeeeeiiiiintDer Christian :)Emy will surfenSo ein herrliches Wetter! Gerne wieder!

Sonntag, 01.12.2013

Ein winterliches Wochenende

Es gibt ihn doch! Viele hielten ihn für ein Gerücht, aber nun mussten wir feststellen, dass er Südfrankreich doch erreicht – der Winter. Sicherlich nicht so frostig wie in Deutschland (noch liegen die Temperaturen über null Grad und den Schnee sehen wir nur auf den Bergen) und meist sonniger, aber inzwischen merkt man auch hier, dass es nicht mehr Sommer ist. Passend dazu gibt es nun auch überall die ersten Weihnachtsmärkte. Den in Perpignan haben wir schon besucht und es ist unglaublich und wunderschön wie viele Lichterketten überall hängen. Sogar die Palmen passen sich dem Weihnachtsmotto an :)

Nicht ganz so weihnachtlich, dafür aber verdammt kalt, war es am Freitagabend. Da haben wir uns ein Rugby-Spiel im Stadion angesehen (Perpignan vs. Auvergne) und obwohl niemand von uns die Regeln kannte war es doch ziemlich lustig. Die Stimmung im Stadion war super, wir haben zwar den Text nicht verstanden aber dennoch immer fleißig mitgesungen und angefeuert. Allgemein kann ich zum Rugby sagen, dass es schon irgendwie witzig ist, wenn sich die Kerle alle auf einen Haufen werfen, um den Ball zu bekommen :D Obwohl ich ja auch die Theorie hatte, dass die das nur machen, um sich gegenseitig zu wärmen, quasi wie Pinguine. :)

Am Freitag waren wir auch noch im Kino – Hunger Games 2! Der Film war schon toll, auch wenn wir natürlich nicht alles verstanden haben ;) Genial an französischen Kinos ist übrigens, dass man freie Platzwahl hat. Wer also rechtzeitig da ist, hat die Qual der Wahl. Wir haben natürlich auch erst einmal mehrere Plätze ausprobiert, bis wir die mit der besten Sicht gefunden hatten.

Nach diesem kalten Wochenende sollen die Temperaturen hier diese Woche auf bis zu 18 Grad hochklettern, schon fast wieder Strandwetter :D Freut euch also auf die nächsten Bilder vom Mittelmeer! ;)

Das Stadion in Perpignan, wie überall mit französischer und katalanischer Beschriftung.Und das Stadion in voller Größe von innen :)Erwärmung! Und für uns Mädels gabs was zu gucken ;)Kalt kalt kalt :DEin Häufchen... ääh... wie auch immer man das nennt :)Akrobatisch sind sie auch noch :)Und sogar Cheerleader gibts zur Halbzeitpause! SüüüßAna und ich, daneben dick eingekuschelt Niki und Sabine, eine ganze Reihe deutscher Studenten ;)Weihnachtsmarkt!!Und Papa Noel war auch da, mit Pferdchen :DIst es nicht schön??Das Castillet weihnachtlich beleuchtet.Emy, ich und Mehdi auf der Place de la Republique.Weihnachtspalmen! Das wär doch mal was fürs Wohnzimmer ;)

Samstag, 23.11.2013

November in Perpignan

Der November ist da – und nun auch schon fast wieder vorbei. Er brachte uns Sonnenschein und Sommergefühle, aber auch im Süden Frankreichs hält irgendwann der Winter Einzug. Wir haben also inzwischen auch eisige Temperaturen von 5 Grad tagsüber und dazu noch einen kräftigen, um nicht zu sagen stürmischen, Wind. Ein bisschen unwirklich ist die Vorstellung vom Winter aber doch mit all den immergrünen Nadelbäumen und den sommerlich anmutenden Palmen. :) Um euch einen Eindruck zu gewähren, folgen also ein paar „novemberliche“ Bilder aus Perpignan!

Dazu kommen auch ein paar Momentaufnahmen vom Rummel hier. Die sogenannte „Foire de Saint-Martin“ haben wir uns natürlich nicht entgehen lassen! Und da nun der Dezember immer näher rückt, werden wohl bald die ersten Weihnachtsmarktbilder folgen :) Ihr dürft gespannt sein!

Anfang November in Perpignan, die Blätter färben sich langsam bunt :)Weihnachtsdeko und sommerliche Pflanzenwelt mischen sich...Noch leuchten überall kräftige FarbenUnd eigentlich sieht es immer noch aus wie im SommerLeichte Andeutungen des Herbstes... im Hintergrund die Berge noch ohne Schnee.Und hier der atemberaubende Ausblick vom Wohnheim auf die schneebedeckten Pyrenäen! Rummel!!! (La Foire de Saint-Martin)Wie immer mit zahlreichen Leckereien :) Kleiner Hinweis: Kandierte Äpfel heißen hier wörtlich Liebesäpfel :)Es ist so FLAUSCHIG!!! Oder wie in der französischen Version: Elle est trop geniale!!Eine Fahrt im Riesenrad darf natürlich nicht fehlen!Auf in luftige Höhen und eiskalte Winde :) Aber Spaß hats gemacht!

Freitag, 01.11.2013

Viva España Teil 3: Gefährliches Barcelona

Das erste, was ich von Barcelona zu sehen bekam, war der wohl wichtigste Bahnhof der Stadt, Barcelona-Sants. Von dort aus fuhr ich mit der Metro noch drei Stationen und ging den restlichen Weg zum Hostel, wo ich mich mit John, Emily und einer Freundin von ihr treffen wollte. Und da ich bekanntlich ein kleiner Orientierungstrottel bin, habe ich mich prompt verlaufen (trotz oder vielleicht auch wegen meines selbstgemalten Planes). Aber keine Angst, ich habe relativ schnell gemerkt, dass ich in die falsche Richtung gelaufen bin und war dann doch noch vor den anderen da. :)

Die ließen dann auch nicht lange auf sich warten, ich lernte Emys Freundin Sahar (nein, ich habe mich nicht verschrieben!) kennen und schwuppdiwupp waren wir eingecheckt. Da Emy mit ihrem Auto von Perpignan nach Barcelona gefahren war und es für die nächsten Tage sicher unterbringen wollte, erkundigten wir uns nach einem Parkhaus in der Nähe und die beiden Mädels fuhren los, während John und ich im Hostel blieben. Danach wollten wir uns in der Lobby treffen und etwas essen gehen.

Nur irgendwie kamen die beiden nicht wieder. John und ich waren schon ein wenig zerknirscht, weil wir Hunger hatten und die beiden nach einer Stunde immer noch nicht wieder da waren. Wir dachten sie hätten sich verfahren oder irgendwen getroffen oder irgendwas tolles zum einkaufen entdeckt oder wer weiß was. Dass die beiden dann schließlich doch noch allerdings mit tränenüberströmten Gesichtern vor uns standen, damit hatten wir nicht gerechnet…

Was war passiert? Uns kam es zunächst ziemlich unwirklich vor und es klingt heute noch seltsam, wenn wir daran denken, aber die beiden sind tatsächlich ausgeraubt worden. Als sie unterwegs zum Parkhaus waren, hatte das Auto plötzlich einen Platten. Sie stiegen aus, sahen sich das Unglück an und bekamen sogar Hilfe von einem netten Passanten. Leider bekam niemand mit, wie jemand in diesem Moment die Handtaschen von den Vordersitzen stahl. Später erfuhren wir, dass der platte Reifen durch einen Messerstich verursacht wurde und diese Masche bei den Einheimischen bereits bekannt ist. Aber sie hatten auch Glück im Unglück, denn beide hatten ihr Handy in der Hand und konnten so zumindest ihre Bankkarten sperren lassen. Der Rest – Bargeld, Ausweise, Führerschein, usw. – ist jedoch weg…

Dementsprechend hatten wir die nächsten Tage ein paar Punkte im Sightseeing-Programm, die so nicht geplant waren: allen voran natürlich ein Besuch bei der Polizei, dann ging es ins deutsche Konsulat (30. Stockwerk!!!) und auch eine kleine Tour mit dem Abschleppdienst war dabei :) Und an dieser Stelle hat sich dann auch bezahlt gemacht, dass ich Spanisch lerne. Denn der gute Mann konnte kein Englisch und die in der Werkstatt haben auch lieber mit mir auf Spanisch geplaudert. Und bis auf das Wort „Werkstatt“ ("taller"), welches ich wohl nie wieder vergessen werde, habe ich alles gut verstanden und für Emy alles geklärt.

Trotz allem hatten wir dann doch noch ein paar schöne Tage. Wir waren am Nationalpalast, im Botanischen Garten, am Olympiastadium, am Hafen, auf der Rambla (der wohl bekannteste Boulevard von Barcelona), am Strand und im Aquarium (mit 80m langem Tunnel das größte in Europa!). Natürlich haben wir auch die wichtigsten Sehenswürdigkeiten rund um den Architekten Antoni Gaudí besucht, wie die Sagrada Familia (die Warteschlange war uns viel zu lang…), den Park Güell und die Häuser Casa Milà und Casa Batlló. Den Höhepunkt bildete dann am Freitagabend das Licht-, Wasser- und Musikspektakel des Magic Fountain (Magischer Brunnen) und ein anschließendes Essen im Restaurant.

Zum Wetter kann ich wie immer nur sagen: genial. Anfang November und wir im T-Shirt, das hat schon was :)

Samstagvormittag holten wir dann das Auto aus der Werkstatt ab und fuhren wieder zurück ins beschauliche Perpignan. Nach anderthalb Wochen Spanien und ein bisschen mehr Aufregung und Abenteuer als ich erwartet hatte, war ich dann aber auch wieder froh darüber. :)

Zu meinen Füßen: die Plaza Espanya. Ich selbst: auf der Aussichtsplattform einer ehemaligen Stierkampfarena, heute ein Einkaufscenter.Huiiiii einmal vor Freude in die Luft springen :) am Nationalpalast.Sahar und Emy machen mit :) übrigens direkt hinter den beiden: der Magic Fountain, nur grad nicht in Aktion.Da strahlt der John, im Botanischen Garten.Ein bisschen wie im Urwald, dort stehen auch die höchsten Bäume Barcelonas.Eine kleine Impression ;) das im Hintergrund ist der Nationalpalast.Am Olympiastadion, mit Blick auf den wunderschönen Sonnenuntergang.In der Markthalle La Boqueria, deren Eingang sich an der Rambla befindet. An Lebensmitteln gibt es dort so ziemlich ALLES!Einige gewöhnungsbedürftige Dinge, aber auch viele Leckereien :) LECKER!Der nächste Tag mit herrlichem Wetter: die las Ramblas. Am Ende sieht man die Kolumbussäule, auf deren Spitze der nach ihr benannte Entdecker in den Westen, in Richtung Amerika, zeigt.Am Fuße der Kolumbussäule gibt es viel zu entdecken. Und was die kleinen Kinder können, können Emy und ich schon lange :)Der Hafen von Barcelona, traumhaft schön.Die Seele baumeln lassen. Am Hafen :)Das, meine Freunde, war eine kleine Entschädigung für den Diebstahl: der Blick vom deutschen Konsulat - aus dem 30. Stockwerk!Auch nicht von schlechten Eltern - der Strand von Barcelona :DWoaaa!! Emy und ich hatten viel Spaß im Aquarium!! Hier steh ich grad im 80m langen Tunnel auf dem Rollband und halte mich klugerweise am unbeweglichen Geländer fest, während Emy ein Foto nach dem anderen knipst :)Wer findet NEMO?? ICH ICH ICH!!Das Aquarium ist gleichzeitig auch ein kleiner Kinderspielplatz, wie man sieht :)Und diese Aussicht... wer genau hinsieht, erkennt die Kolumbussäule.Ein neuer Tag, es gibt noch viel zu sehen: z.B. die Sagrada Familia entworfen vom Architekten Antoni Gaudí.Diese Basilika ist wirklich beeindruckend. 1882 wurde mit dem Bau begonnen, ist aber bis heute unvollendet.Noch ein Meisterwerk von Gaudí: der Park Güell.Auch hier gibt es viel zu entdecken, z.B. einen Thron für Eure Majestät :)Man kann auch den höchsten Punkt des Parkes erklimmen und die herrliche Aussicht genießen :)Voilà: Sahar und John. Gaaanz hinten: das Meeeer!Superschön auch die Terrasse im Park Güell, auf die man aber nur mit viel Geduld in der Warteschlange kommt, denn seit Ende Oktober bezahlt man hier leider Eintritt.Die beiden Pförtnerhäuser des Parks, mit Zuckergussdächern :)Die berühmte Salamander-Fontäne :) Hier ein Foto zu machen erfordert Schnelligkeit und ausgefahrene Ellenbogen :)Ein Blick aus dem Pförtnerhäuschen auf das Herzstück des Parkes, geschaffen von Gaudí.Immer den Passeig de Gràcia entlang, vorbei an den berühmten Gebäuden Casa Mila (hier zu sehen) und Casa Batlló.Uns war der Eintritt aber zu teuer. Wie blieben lieber mitten auf der riesigen, aber erstaunlicherweise leeren Straße stehen und machten ein Foto :DAm letzten Abend die magische Vorstellung des Magic Fountain genießen.Eine wirklich schöne, wenn auch leicht nasse Kulisse :) Adiós Barcelona, bis zum nächsten Mal!

Sonntag, 27.10.2013

Viva España Teil 2: Schönes Toledo und kleines Alcalá

Am Sonntag, dank der Zeitumstellung nach einer Stunde mehr Schlaf (die wir auch dringend brauchten), ging es zusammen mit zwei Freundinnen von Moni, Silja und Alina, um 10 Uhr los in Richtung Madrid und von dort mit dem Bus nach Toledo. Dieses hübsche Städtchen liegt etwa 65 km südwestlich von Madrid am längsten Fluss der Iberischen Halbinsel, dem Tajo, (der übrigens in Lissabon in den Atlantik mündet) und zählt außerdem zum UNESCO-Weltkulturerbe. Und das zu recht, denn Toledo ist wunderschön.

Wir sind durch die engen Gässchen spaziert, waren in einigen Souvenirläden, haben die Kirchen und Kathedralen bewundert und selbstverständlich einige spanische Köstlichkeiten probiert. Als sich der Tag langsam dem Ende entgegen neigte, beschlossen wir ganz spontan uns wie richtige Touris zu benehmen und mit dem Sightseeing-Zug zu fahren. Das kam uns erst ziemlich dämlich vor, aber es war wunderschön! Der Zug fuhr nämlich nicht nur durch die Altstadt, sondern einmal um die Stadt herum. Und dieser Anblick hatte es wirklich in sich :)

Am Montag hat mir Moni dann Alcalá gezeigt, oder zumindest die wenigen sehenswerten Gebäude der Stadt. Alcalá ist nicht zu vergleichen mit Madrid oder gar Barcelona, aber es ist einfach ein ruhigeres Stück Erde, perfekt für Studenten, da so ziemlich alles zu Fuß erreichbar ist und Madrid wie gesagt nur eine halbe Stunde entfernt ist. Außerdem habe ich sie noch in einen ihrer Kurse begleitet (und das in meinen Ferien!), spanische Soziolinguistik. Sehr spannend… aber ich hab eine ganze Menge verstanden, das heißt mein Spanisch ist doch nicht so eingerostet, wie ich dachte. Nur das Sprechen fiel mir schwer, mit Monis marokkanischem Mitbewohner habe ich fast nur Französisch gesprochen. Seltsam, aber das ging irgendwie ganz locker. Die wenigen Wochen hier haben sich also schon gelohnt :)

Neben den vielen Sehenswürdigkeiten habe ich auch eine ganze Menge spanische Gewohnheiten erlebt und ausprobiert. Dazu zählt natürlich allen voran das Essen. Paella ist, wie sich sicher viele denken können, nichts für mich, da ich keine Meeresfrüchte mag. Aber ich hab trotzdem gekostet! Auch kosten wollte ich unbedingt Gazpacho, das ist eine andalusische Gemüsesuppe, die kalt serviert wird. Klingt eklig? Ist es auch :D Jedenfalls die, die ich gegessen habe… Aber ein echter Knaller sind Tapas. Wer schon mal Tapas essen war, wird das bestätigen. Als Tapas bezeichnet man einfach nur kleine Portionen bzw. Häppchen. Das kann alles Mögliche sein, von Burritos und Fajitas, über kleine Fleischbällchen und Kartoffelecken, hin zu Schinken oder Salat. Dazu gibt’s dann was zu trinken, ich habe den Tinto de Verano für mich entdeckt, eine Getränk aus Rotwein und Limonade. Genial :) Ja, das Tapas-Essen zelebrieren die Spanier fast jeden Abend und es ist erstaunlich, wie viele Leute abends in den Bars sitzen, und das nicht nur zum Fußball schauen. Apropos: wir haben uns natürlich El Clásico (für alle Nicht-Fußball-Interessierten: DAS Spiel in der spanischen Liga – Madrid gegen Barcelona) in einer Bar angeschaut. Da musste ich sehr an meine Mädels vom ESV denken :) Aber so aufbrausend, wie ich das von einigen Deutschen kenne, sind die Spanier nicht. Als Barca ein Tor geschossen hatte, war es in der Bar totenstill. Nur als Ronaldo im Strafraum gefoult wurde, wurde heftig diskutiert. Aber als das Spiel schließlich 2:1 verloren war, sind die meisten einfach gegangen.

Am Dienstag habe ich mich dann gegen Mittag auf den Weg gemacht, zunächst nach Madrid und von dort mit dem Zug nach Barcelona. Mit dem AVE zu fahren ist ziemlich beeindruckend. Mit teilweise über 300 km/h legt er die Strecke Madrid - Barcelona in etwa drei Stunden zurück. Und DVD schauen kann man auch nebenbei ;) Die Fahrt war also sehr angenehm, allerdings wartete in Barcelona schon das Unheil...

Von rechts nach links: Silja, Moni, Alina, ich. In Toledooo :)Eins der typischen Gässchen voller Souvenirläden und mit Blick auf die KathedraleDa steht einer auf TOROS :)Die Kathedrale von ToledoDarf ich vorstellen? Jamón y Melocotón (Julia und Moni) :)Und wie immer am futtern :) Diesmal: Palmera Chocolate, bei uns bekannt als Schweineohr. Delicioso!!Bei einer kurzen, lustigen Pause :)Dios mio! Gleich 3 Versionen von Cervantes ;)Damit ihr auch mal was von mir seht :)Das (bunte) Treiben in ToledoIm Touri-Zug. Volle Fahrt voraus!Mit dieser grandiosen Aussicht hatten wir nicht gerechnetEin Blick aufs schöne ToledoAuch mit pinkem Zaun ein wahrer Traum :)Und noch ein paar Impressionen aus Alcalá, hier die Plaza de CervantesIch mit Don Quijote in Alcalá :)

Samstag, 26.10.2013

Viva España Teil 1: Nasses Madrid

1. November heißt für alle Franzosen: Feiertag! Es ist Allerheiligen bzw. Toussaints. Für uns Studenten heißt das: eine Woche Ferien :D Unvorstellbar für deutsche Studenten, aber hier gibt es immer mal wieder eine Woche einfach frei ;) Die muss man natürlich nutzen, da hab ich glatt mal eine Zugfahrt nach Madrid gebucht :) Ganz allein hab ich mich am Donnerstag, den 24. Oktober, in den Zug gesetzt (eigentlich hatte ich da noch nicht frei, aber wen interessiert das schon…) und bin zu meiner allerliebsten Mit-Spanisch-Studentin Moni nach Alcalá de Henares (ca. 30 min von Madrid) gefahren, wo sie ihr Erasmus-Semester verbringt. Nach einer recht angenehmen, aber ziemlich langen (fast 6 Stunden) Fahrt mit dem TGV und dem AVE (sozusagen die französische und spanische Version des ICE) über Girona und Barcelona, kam ich gegen 18 Uhr heil und unversehrt in Alcalá an. Und mein erster Aufenthalt in Spanien konnte beginnen :)

Das Wetter in Madrid war leider nicht ganz das, was ich vom Mittelmeer gewohnt bin. Regen und tagsüber nur 13 Grad… Es hat uns auch ein bisschen unsere Stadtbesichtigung vermasselt, aber wir hatten einen Plan B: Museen. Und das hat super funktioniert :) Wir waren also am Freitag im Museo del Arte de Reina Sofia, in dem einige sehr berühmte Gemälde von Picasso, Miró, Dalí & Co hängen. Unter anderem auch die „Guernica“ von Picasso, ein riesiges und äußerst berühmtes Gemälde, das ich wirklich sehr beeindruckend fand. Am Samstag waren wir noch im Museo del Prado und haben dort viele Bilder z.B. von Goya und Velázquez gesehen, ebenfalls sehr bekannte spanische Maler. Was die spanische Kunst betrifft bin ich also auf dem Laufenden ;) Außerdem waren wir noch am Palacio Real (Königspalast) und der dazugehörigen Kathedrale Almudena. Die Schlange vorm Palast war uns etwas zu lang, dafür waren wir in der Kathedrale und in der Kuppel und hatten eine super Aussicht. Und im Parque del Retiro hatte ich das erste Mal in diesem Jahr das Gefühl, dass es Herbst ist :)

Insgesamt war es sehr schön in Madrid, obwohl es sicherlich schönere Städte gibt. Und trockenere (z.B. Perpignan), denn eines werde ich wohl auf ewig mit dieser Stadt verbinden: nasse Füße. Trottelig wie ich bin, bin ich mit meinen alten Latschen nach Spanien, die beim ersten Regen natürlich sofort aufgeweicht waren. Socken inklusive. Ich also los: Schuhe kaufen. Und das in Spanien... Dort ist es nämlich üblich immer nur einen Schuh anprobieren zu können, erst wenn man sich für ein Paar entscheidet, bekommt man den zweiten. Warum auch immer. Na jedenfalls, hatte ich schon im zweiten Laden ein halbwegs hübsches, passendes und vor allem trockenes Paar gefunden und schon hatte ich wieder trockene Füße (hatte noch ein Paar Socken dabei, zum Glück). Die alten Latschen sind sofort im Müll gelandet. Aber Julia hatte die Rechnung ohne den (wie Moni es nannte) Schicksalsgott gemacht, der im Universum für nasse Füße zuständig ist und sich offensichtlich dachte: Nö, das reicht mir nicht ;) Also bin ich, trottelig wie ich schon sagte, fünf Minuten später mit dem rechten Fuß in eine zehn Zentimeter tiefe Pfütze getappt... Da war der Fuß wieder nass... Aber wir haben uns noch Tage später köstlich darüber amüsiert :)

Madrid im Regen - auf der Plaza de CanalejaWunderschöne alte Gebäude prägen das Bild der InnenstadtMoni auf auf der Plaza del Sol, obwohl von Sonne (= sol) nicht so viel zu sehen warGanz Spanien bereitet sich auf Halloween vor :)Super schön und super nass ;)Die Plaza Mayor, das Herz der StadtDie Kathedrale Almudena, oben in der Kuppel waren wir :)Der Königspalast, el Palacio RealWir hatten eine schöne Aussicht :)La Puerta de Alcalá (das Alcalá-Tor). Hier war früher die Stadtgrenze und die Landstraße führte in Richtung Alcalá de Henares.Im Parque del Retiro, wie schön den Herbst zu fühlen :)Im Museo del Arte de Reina Sofia. Genial: die Staffelei ist nur auf dem Spiegel aufgeklebt ;)Eines unserer Lieblingsbilder: Der Pferdekopf von PicassoWir waren hinterher voll beeindruckt von diesem Foto. Als würde der Kleine posieren :)

Sonntag, 13.10.2013

Zauberhaftes Collioure

Viel zu schnell vergingen die letzten zwei Wochen... Am Montag schon musste Marcus wieder zurück ins kalte Deutschland. Für unterwegs gabs am Sonntag nochmal ne Extraportion Sonnenstrahlen - im wunderschönen Örtchen namens Collioure.

Zusammen mit Emily, John und Simone fuhren wir mit dem Auto ins etwa ein halbe Stunde entfernte Collioure. Ich hatte schon von vielen hier gehört, dass es ein sehr schöner Ort sein soll, aber richtig glauben kann man es dann doch erst, wenn man selbst da ist. Und was soll ich sagen - sie hatten alle recht gehabt. All die kleinen Gassen mit den uralten Häusern, umwachsen von blühenden Büschen und zierlichen Blumen, eine mit kristallklarem Wasser gefüllte Bucht umrahmt von einer alten Festung - und das Wetter machte das Ganze noch schöner.

Wir hatten viel Spaß und einen sehr schönen Tag, bevor ich am nächsten Tag meinen Besuch zum Flughafen bringen musste. Aber bis Weihnachten ist es ja nicht mehr lang und ab Ende nächster Woche stehen erstmal Madrid und Barcelona an. YEAH :D

Tadaaa willkommen in Collioure!Schaut euch das Wasser an!! Kristallklar!Von rechts nach links: Simone, Emily, ich :)Da flippt man glatt aus :D (in Wahrheit streckt John sich bloß) :)Zum Knutschen :) Große Bäume darf man auch mal umarmen :)Was für eine Aussicht...Nur eine der vielen wunderschönen Gässchen in CollioureAm Strand von CollioureWoaaah Schattenbild!! Emy, Marcus und ich ;)Simone war auch mit am Start :)Hübsch, hübsch :)Feuer frei :)Fragt nicht, wie ich da hochgekommen bin...Marcus, das SpielekindMein Schatz und ich, es war sooo schön!

Sonntag, 06.10.2013

Etappe 3: Immer die Küste entlang

Nachdem wir (leider schon) am Samstag Tobi zum Flughafen gebracht und den restlichen Tag entspannt hatten, wollten Marcus und ich am Sonntag wieder etwas unternehmen. Wir entschieden uns nach Cerbère zu fahren. Cerbère ist praktisch der letzte französische Ort, den man passiert, bevor man über die spanische Grenze fährt. Dank der hilfreichen Tipps einer anderen Erasmus-Studentin, erfuhren wir von einem Wanderweg, der von Cerbère nach Banyuls-sur-Mer (also wieder in Richtung Perpignan) immer an der Küste entlang führt. Drei Stunden sollte das dauern und uns wurde ein wunderschöner Ausblick versprochen.

Und das war nicht gelogen. Das Wetter war traumhaft, vielleicht ein bisschen windig, wie das an der Küste eben so ist. Aber das Meer - Leute, ich kann euch sagen, das war einer der schönsten Anblicke, die ich bisher hier gesehen habe! Ich kann euch nur empfehlen, mich hier zu besuchen :D

Wir sind also in Cerbère gestartet und sind der gelben Markierung auf Bäumen und Steinen usw. gefolgt. Der Weg war teilweise sehr angenehm, größtenteils aber einfach nur anstrengend :) Ständig hieß es bergauf kraxeln, kurz die Aussicht genießen, dann wieder hinunter hüpfen, um dann gleich wieder hoch zu klettern... Da war Muskelkater vorprogrammiert. Teilweise gab es nicht mal richtige Stufen, da waren einfach nur Felsbrocken, die man überwinden musste :) Aber das macht dann doch den Charme dieser Landschaft aus. Genauso wie die vielen kleinen, versteckten Buchten mit den Kieselstränden oder die zahlreichen Weinreben an den Berghängen. Zwischendurch haben wir die Kaktusfeigen probiert, die überall am Wegrand wachsen - sehr lecker, wären da nicht die Stacheln (die Marcus natürlich gleich in den Fingern hatte) :)

Bis nach Banyuls-sur-Mer haben wir dann doch fast 4 Stunden gebraucht, wir waren ganz schön fertig. Dann mussten wir noch den Bahnhof finden. Man könnte meinen, das ist in so einem Örtchen mit nicht einmal 5.000 Einwohnern kein Problem... naja ich musste zweimal nach dem Weg fragen... Dann dachten wir, wir hätten die Bahn gerade verpasst (sie fuhr nur einmal in der Stunde), als sie plötzlich doch einfuhr und ich gerade dabei war die Tickets am Automaten zu kaufen. Das ging zum Glück schneller als gedacht, also sind wir zum Bahnsteig gesprintet und vor der Tür fiel mir auf: Mist, wir haben vergessen die Tickets zu entwerten... Das macht man in Frankreich generell, bevor man den Bahnsteig betritt und ein nicht entwertetes Ticket kostet mindestens 25 Euro (obwohl Datum usw. drauf stehen). Ich hatte ein furchtbar schlechtes Gewissen, aber einige Franzosen in der Bahn meinten, das wäre nicht schlimm, wir sollten trotzdem einsteigen. Und was soll man sagen, das Glück war uns hold. Kurz bevor der Kontrolleur bei uns war, drehte er sich um und ging wieder. Aber öfter brauch ich das nicht ;)

So und nun lehnt euch zurück und genießt den Ausblick! Mit lieben Grüßen ans herbstliche Deutschland :)

Unser Start: CerbèreWer braucht noch einen Desktop-Hintergrund?? :)Einmal Kaktusfeigen-to-goEt voilà, la mer Mediterranée!Da konnten wir noch lachen :)Soooo groß ist das MeerEin Kaktusbeet am WegesrandVersteckt zwischen den Felsen lag uns das Meer zu FüßenHuhu :)SchööönEin Blick von oben ins türkisfarbene WasserEin kleiner Kieselstrand. Links am Baum die gelbe Markierung, die uns ans Ziel führte.Einmal den großen Zeh ins Wasser halten (war ganz schön kalt) :)Schattenbild!!Der Fels in der BrandungGut getarnt, aber Marcus hat sie trotzdem entdeckt: eine Gottesanbeterin.Links von uns erstreckten sich die BergeDas kleine Örtchen dort ganz hinten, ist Cerbère, von dort sind wir gestartet. Ganz schön weit schon.Da liegt auch noch ein bisschen was vor uns...Endlich angekommen! Der Hafen von Banyuls-sur-Mer

Freitag, 04.10.2013

Etappe 2: Auf den Spuren der Könige von Mallorca

Schlechtes Wetter hält uns nicht davon ab Spaß zu haben!! Obwohl dieser Freitag der graueste und nasseste Tag war, seit ich hier bin. Aber ich wollte meinen deutschen Besuchern ja etwas bieten, also war es an der Zeit den Palast von Perpignan zu erkunden, genauer gesagt, den Palais des Rois de Majorque (Palast der Könige von Mallorca) - und damit ist nicht das Anwesen von Jürgen Drews gemeint ;)

Tobi und ich hatten viel Spaß dabei jeden Winkel und Gegenstand unter die Lupe zu nehmen und Marcus hat den Tourguide gespielt :) So und ohne großes Blabla lade ich euch jetzt einfach mal ein, die Bilder anzuschauen. Viel Vergnügen :)

Marcus, unser Tourguide. Zum Glück gabs ne deutsche Erklärung :)Toll oder toll?Ein Blick auf das, was vor uns lag :)Tobi hatte schon wieder nur bunte Bonbons im Kopf :)Ein bisschen frisch und nass, aber wir lassen nichts aus.Bei schönem Wetter kann man sicher weiter gucken...Drinnen gabs auch viel zu sehen ;)Voilà! Tobi et Jule :)Wir tippen ja auf Krokodile, aber was sich wirklich dort versteckt, werden wir leider nie erfahren (Tobi hat sie nicht aufgekriegt) :)Tobi auf dem 1-Million-Euro-Stuhl (Marcus hat geschimpft, weil der Stuhl so wertvoll aussah. Wir haben uns trotzdem drauf gesetzt. Stand ja nicht verboten dran.) :)Hinein in die gute Stube ;)Meine Damen und Herren, Mesdames et Messieurs, willkommen in meiner Villa ;)SchiiiiiiiieeeeebKlingelingeling, ein Glöckchen :)

Donnerstag, 03.10.2013

Etappe 1: Unterwegs mit dem Petit Train Jaune

Den Tag der deutschen Einheit kennt hier leider kaum jemand, aber da ja fast alle Deutschen frei haben an diesem Tag, haben wir auch einmal blau gemacht und die Umgebung erkundet. Mal kann man das ja machen :)

Wir entschieden uns (recht spontan) für eine Fahrt mit dem Petit Train Jaune (wörtlich: kleiner gelber Zug), der durch die Pyrenäen fährt und einen tollen Ausblick auf die Landschaft bietet. Dazu sind wir zunächst mit dem Auto nach Villefranche-de-Conflent (etwa eine dreiviertel Stunde von Perpignan) gefahren, um dann leider feststellen zu müssen, dass der Zug, den wir angepeilt hatten, im Oktober nicht mehr fährt... Der nächste fuhr erst mittags wieder. Also erkundeten wir erst einmal die Stadt.

Es ist ein hübscher kleiner Ort, wo vor um 10 Uhr so gut wie niemand unterwegs ist... Aber die Gassen und die kleinen Läden schufen ein unvergleichliches Ambiente :) Zwischendurch entdeckten wir Schilder und Plakate mit Hinweisen auf eine Tropfsteinhöhle ganz in der Nähe. Wir also los, auf in die Höhle!

Traumhaft schön, aber bitterkalt (im Vergleich zu dem, was wir hier gewohnt sind) war es in der Höhle mit dem Namen Les Grandes Canalettes. Nur 13 Grad, aber der Anblick machte das wieder wett. Wir erkundeten jedes Loch und jede Nische, Wassertropfen wurden begeistert untersucht, Tobi war sogar kurz davor den Geschmack der Felsen zu testen :) Und dann war plötzlich das Licht aus! Es herrschte allgemeine Verwunderung und überall waren Oh's und Ah's zu hören :) Aber es dauerte nicht lang, da war die Ordnung wieder hergestellt.

Nach einem kleinen Imbiss machten wir uns auf den Weg zum Zug. Die Fahrt bis nach Font Romeu dauerte etwa 1,5 Stunden und führte uns an tiefen Schluchten und hohen Felsen vorbei. Es war atemberaubend schön, vor allem da wir in einem offenen Waggon saßen und so einen fantastischen Blick hatten. Einen kleinen Haken gabs dann aber doch: das Wetter. Leider fing es zwischendurch an zu nieseln, kurz vorm Ziel wurde die Tropfen dann immer größer und wir waren ziemlich nass und durchgefroren. Auf dem Rückweg saßen wir demzufolge drinnen :) Aber es hat sich trotz allem mehr als gelohnt!!

In den Gassen von Villefranche-de-ConflentSelbstverständlich sind hier Aliens verboten :)Ein hübscher Ort :)Winke winkeTolle Läden gabs dort!In der Höhle Les Grandes CanalettesEs war sehr schön :)Wassertropfen!! (muss man ja mal anfassen)Tobi im Loch (da gings noch weit runter...)Und plötzlich war das Licht aus... :DEmily und ichAuf gehts mit dem Zug in luftige HöhenDie Männer brauchen natürlich ein Bier für unterwegsWir Mädels haben auch ohne Spaß :)Aus dem offenen Waggon hat man eine tolle AussichtLinks ne Schlucht, rechts die BergeWeiter oben wurde die Landschaft etwas flacher

Mittwoch, 02.10.2013

Endlich Besuch aus Deutschland

Es waren einmal zwei Deutsche, die kein Wort Französisch sprachen, aber trotzdem nach Südfrankreich geflogen sind - nur für mich :) So haben sich Marcus und Tobi am Montag auf die weite Reise begeben, erst nach Paris und von dort noch einmal nach Perpignan. Wie mir berichtet wurde, sollen die Flüge sehr angenehm gewesen sein und die beiden waren mächtig beindruckt von der Größe des Pariser Flughafens ;) Ich war natürlich furchtbar aufgeregt und habe die beiden abends vom (sehr überschaubaren) Flughafen in Perpignan abgeholt. Es war ein wunderbares Gefühl die beiden wieder zu sehen :)

An ihrem ersten Tag so nah am Mittelmeer zeigte sich das Wetter von seiner besten Seite: Sonne pur! Da ich mich inzwischen ein wenig auskenne (auch wenn das noch keine Garantie ist!) zeigte ich den beiden erstmal die Innenstadt. Und so weit ich das beurteilen konnte, waren sie schwer begeistert :) Nachmittags hieß es dann: Sonne tanken und ab ans Meer! Das Wetter war perfekt und ich kann Emily nur immer wieder danken, dass sie uns in ihrem Auto mitnimmt :)

Im Wasser und im Sand werden dann aus Männern ganz plötzlich kleine Jungs :) Da wird Ball gespielt, gebuddelt, mit Stöcken gemalt und und und... :) Offensichtlich hatten alle viel Spaß!

Zum Abschluss des Tages sind wir alle dann noch in ein Restaurant in der Nähe des Wohnheims gegangen und haben uns fürstlich bekochen lassen ;) Es war wunderbar und ich freu mich auf die nächsten aufregenden Tage!

Endlich wieder Seite an Seite :)Große Begeisterung für große Kakteen :)Was klettert denn da die Palme hinauf?? Der Tobi :)Wir drei ganz coolMarcus verschenkt Rosen an wildfremde Leute und ich musste übersetzen :D Im Hintergrund: das CastilletTobi und Jule vorm Springbrunnen :)Mit den Kindern am Strand :)Akrobatische Meisterleistung!Und ich wollte auch mal fliegen :)Yeah Perpignan 2013!! Künstlerin: Emily ;)Wir pflücken eine Riesen-Ananas ;)Lecker essen, alle zusammen!

Mittwoch, 25.09.2013

Un petit tour à Narbonne

Ein freier Dienstag heißt nicht nur lange schlafen oder 30-minütige Spaziergänge zum Bahnhof (ich habe mir eine Carte Jeune gekauft, eine Art BahnCard, mit der ich nun vergünstigte Zugfahrten genießen kann), nein, für uns drei stand fest: Wir machen einen Ausflug! Allerdings war es gar nicht so einfach ein passendes Ziel zu finden. Da es hier für uns noch so viel zu entdecken gibt, war die Auswahl riesengroß. Irgendwann stand dann aber doch fest: es geht nach Narbonne :)

Nach etwa einer Stunde Autofahrt durch eine herrliche Landschaft fanden wir uns schließlich im Stadtzentrum wieder. Wie waschechte Touristen führte uns der erste Weg in die Touristen-Info und danach in die historische Altstadt. Wir sahen uns die Via Domitia, d.h. die Überreste dieser uralten Straße, die Kathedrale und den Palast der Erzbischöfe an, schlenderten durch die hübschen, engen Gassen und am Canal de la Robine entlang und blieben sogar in einem Comic-Buchladen kleben (wie echte Nerds :D ). Ehrfürchtig gingen wir über den Cimetière de la Cité, also den Friedhof der Stadt, - und mit großen Augen angesichts der Jahreszahlen auf den Gräbern... Zur Stärkung tranken wir Mädels einen (vielleicht nicht ganz so typisch französischen) Cappuccino und John ein (typisch deutsches) Bier ;) Und naja, da wir den Leckereien hier immer noch nicht widerstehen können, gönnten wir uns noch einen Crêpe :) Dabei sahen wir eine merkwürdige Nutella-Ausgabe und die Verkäuferin erklärte uns mit einem Hinweis auf das Namensschild des kleinen Ladens (Chez Chris), dass sie diesen Aufdruck im Internet gemacht hatte. Sehr cool, sagen wir :)

Auf der Rückfahrt mussten wir dann feststellen, dass es scheinbar mehr Kreisverkehre in Frankreich als Autos auf den Straßen gibt... Und da das Navi natürlich jeden einzelnen ansagte, ging uns das doch recht schnell auf die Nerven :) Bei all der Erheiterung verpassten wir dann prompt einen Kreisverkehr und drehten ne Extrarunde ;) Es war auf jeden Fall ein amüsanter Nachmittag :)

Wie aus dem Bilderbuch! Eine schöne französische Altstadt :)Die Überbleibsel der Via Domitia, gebaut 120 v. Chr.Und Emily probiert sie gleichmal aus ;)Wunderschön, imposant und dazu noch kostenlos für Besucher: die Kathedrale Saint-Just und Saint-Pasteur zusammen mit dem Palast der Erzbischöfe.Sehr interessant: Le cadran solaire (Die Sonnenuhr)Ein kleiner, ehrfürchtiger Spaziergang über den Cimetière de la Cité (der Friedhof) :)Während wir (mal wieder) auf unsere Crepes warteten, entdeckten wir Erstaunliches :)Une petite pause :)

Montag, 23.09.2013

Mittelalter zum Anfassen

Man kann sagen, was man will: das mit dem Essen haben die Franzosen einfach drauf. In den letzten Tagen habe ich mich von einer Leckerei zur nächsten gehangelt :) Gut, dass wir fleißig im Meer schwimmen, um die Kilos wieder runter zu kriegen ;)

An einem Crêpe-Stand konnte ich ja noch nie wirklich vorbei gehen und vom Naschen in diesem superschönen Laden mit zahlreichen Köstlichkeiten haben mich nur die Preise abgehalten. Auf dem Mittelalterfest (Les Trobades Médiévales), das dieses Wochenende in Perpignan stattfand, konnten wir dem Duft jedoch nicht widerstehen. Und so niedlich der Lebkuchenmann auch war, er war ebenso lecker :) Das Fest war sehr schön: mittelalterliche Musik, Schwertkämpfe, lauter kleine Ritter und Prinzessinnen, Bogenschießen (mit und ohne Pfeil), Jongleure und Seiltänzer, Schlangenshow und Feuerspucker... Aber seht selbst...

Ein Crepe gehört dazu, wenn man schon mal in Frankreich is(s)t...Wie im Schlaraffenland...Ein weiterer herrlicher Tag am Strand :)Rezept Gebackener John: Zunächst im Mittelmeer salzen, danach in anschaulicher Form in der Sonne brutzeln, bis er knusprig braun ist :)Diese Aussicht :D PENG!Samstagabend auf dem Mittelalterfest am CastilletDie Feuershow war beeindruckend!Sonntag auf dem Mittelalterfest: mit allem, was dazu gehört.Mittelalterliche Musik......und jede Menge Leckereien :)Ist er nicht süß? (Der Lebkuchenmann) :)Natürlich haben wir uns auch beim Bogenschießen ausprobiert......ist gar nicht so leicht......vor allem ohne Pfeil :DEs wurde auch gekämpftDie Schlangenshow mit schönen Exemplarenund schweren... 40 Kilo wiegt der Bursche...Hab keine Angst ;)Die Sonne strahlt... wir auch :)

Montag, 16.09.2013

Wie im Urlaub...

…fühl ich mich hier immer noch. Nun ist die erste Uni-Woche vorbei und die meisten organisatorischen Sachen sind erledigt. Trotzdem ist hier noch so einiges gewöhnungsbedürftig.

Wir haben in der letzten Woche viele Kurse besucht, einige waren sehr lustig, andere haben wir gleich danach aus unserem Plan gestrichen. Es ist gar nicht so leicht, zwei Stunden (oder auch länger: wir haben einen Kurs, der dauert 3 Stunden, mit nur 10 min Pause dazwischen…) dem Dozenten zu zuhören, vor allem wenn der dann noch mit Akzent (z.B. Katalanisch) spricht. Generell ist das Südfranzösische sehr amüsant, wenn man nur Schulfranzösisch gewöhnt ist :) (Allen mit grundlegenden Französisch-Kenntnissen sei gesagt: Berlin heißt hier „Berleng“) :D Aber man kann sich an alles gewöhnen.

Was das Kennenlernen anderer Leute betrifft, waren wir letzte Woche auch sehr erfolgreich :) Es gibt hier super viele Deutsche, aber wir sprechen meist trotzdem Französisch, man muss ja schließlich üben. Eine haben wir schon besonders lieb gewonnen, das ist Emily aus Siegen. Mit ihr haben wir schon einiges unternommen, u.a. waren wir letzte Woche zweimal am Strand. Neben den in Canet-en-Roussillon, kennen wir nun auch St.-Cyprien. Und das Wetter ist immer noch perfekt zum Baden!! Kein Wunder, dass ich mich wie im Urlaub fühle.

Ja das Leben als Erasmus-Student ist hier schon nicht leicht :D Bei 25 Grad am Strand schwitzen und gegen die Wellen springen kann durchaus anstrengend sein. Und dann die ganzen Partys hier ;) Ehrlich, es gibt Leute, die feiern hier jeden Abend. Ich natürlich nicht. :)

Kommen wir doch mal zu der breiten Palette an Vorurteilen, die wir Deutschen den Franzosen gegenüber hegen. Die weit verbreitete Bezeichnung „Froschfresser“ würde wahrscheinlich keinen Franzosen hart treffen, denn Froschschenkel gibt es in jedem Supermarkt. Auch rennt hier jeder Zweite mit Baguettes unterm Arm lang. Die sind eben sehr günstig und passen meist nicht in die Einkaufstüte… Über die Weinregale hab ich euch ja schon berichtet. Käse gibt es hier massig und eine riesige Auswahl, aber auch nicht billig. Da findet man viele Käsesorten, die mal eben 20 Euro kosten. Sonst sind die Menschen hier unglaublich freundlich. Jeder grüßt jeden, auch wenn man sich nicht kennt. Es wird immer gelächelt und Ausländer werden sehr verständnisvoll behandelt. Die Flirtkünste der Franzosen sind übrigens auch nicht nur Cliché. Die Männer begrüßen die Mädels IMMER mit Küsschen links, Küsschen rechts, egal ob man sich grad erst kennenlernt oder nur mal eben im Vorbeigehen Hallo sagen will. Das kann auch dauern, aber die Zeit hat der Franzose natürlich, wie ihr ja schon wisst. Das gilt übrigens auch für die Kurse. Ich hab bisher erst EINEN Prof erlebt, der pünktlich angefangen hat. Und dann haben wir schon einige Franzosen sehr angeregt Boule (bzw. im Italienischen „Boccia“) spielen sehen.

Tja wie gesagt, man lernt hier ständig neue Dinge und neue Leute kennen. Und das wird wohl noch ein bisschen so weiter gehen. Aber ich denk natürlich stets an meine Heimat :)

Blick aufs Meer vom Château d'eau (so ne Art Wasserturm) nur ein paar Straßen entfernt :)Ist er nicht schön, der Strand von St.-Cyprien??Emily und ich im schönen blauen Mittelmeer :)So genießen die Erasmus-Studenten :PMan ist nie zu alt für ne Kleckerburg!!Wir drei am MEEEEER Nicht nur Cliché: hier wird überall Boule gespielt.Nochmal wir drei vor einem schönen Sonnenuntergang Ein Sonntagabend in Perpignan...

Samstag, 07.09.2013

Von Arzt- bis Strandbesuch

Die letzten Tage waren nicht weniger aufregend als die vorherigen... Am Donnerstag erwartete vor allem mich eine Herausforderung, die ich eigentlich unbedingt vermeiden wollte: ein Arztbesuch. Denn für das Studentenwohnheim sollten wir eine Bescheinigung vom Arzt vorlegen, die besagt, dass wir keine ansteckenden Krankheiten haben. Eine Untersuchung gab es zum Glück nicht, aber das Gespräch mit all den (für mich) unverständlichen Vokabeln war schon anstrengend genug. Glücklicherweise hatte ich meinen Impfausweis dabei, in dem die Begriffe sogar auf Französisch stehen! Puh :) Wie sonst auch hat letztlich alles ganz gut geklappt. Man muss halt manchmal nachfragen... Seit gestern haben wir auch unsere Stundenpläne fertig und mussten feststellen, dass einige Kurse doch schon nächste Woche beginnen. Montag um 10 Uhr heißt es dann also: Bonjour, nous sommes des étudiants Erasmus... ;) Ansonsten waren wir nochmal im Stadtzentrum, habe eine andere deutsche Erasmus-Studentin (sogar aus Berlin) kennengelernt und noch nen Lidl "gleich um die Ecke" (sind ca 15 min Fußweg) gefunden.
Auf heute hatten wir uns dann ganz besonders gefreut: endlich zum Strand! Der ist leider nicht direkt in Perpignan, aber man kommt mit dem Bus für 1,10€ recht bequem hin. Vom Stadtzentrum fährt man etwa ne halbe Stunde, da die Uni aber nicht im Zentrum liegt, brauchten wir etwa ne Stunde. Und dann war da noch das Wetter... Während die Sonne heute wohl nur in Deutschland unterwegs war, war und ist hier immer noch alles bewölkt. Aber der Strand war trotzdem toll - weicher, (nicht ganz) weißer Sand und klares, warmes Wasser. Ein Traum :) Als wir nachmittags dann wieder los sind, fing es unterwegs richtig an zu regnen, bis hin zum Gewitter... Leider soll es die nächsten Tage nicht besser werden, aber vielleicht ist das nicht so schlecht, da ärgert man sich wenigstens nicht, wenn man in der Uni sitzen oder Hausaufgaben machen muss... :)

In der Altstadt von PerpignanDas sogenannte Castillet, ehemaliges Stadttor und Gefängnis, heute MuseumBeim CastilletSchönes Wetter in Perpignan :)La Rambla de VertefeuilleWir zwei beiden mit Palme :DEndlich im Mittelmeer!! Spuren im Sand... wer das wohl war??Ein Blick auf den Sandstrand von Canet-en-RoussillonIch denk an euch, meine Lieben :)Na, wer erkennt sie? :) Und der Hafen von Canet-en-Roussillon. Selbstverständlich mit Palmen :)

Mittwoch, 04.09.2013

Französisch einkaufen

In meinem „Fettnäpfchenführer Frankreich“, den ich zum Abschied von Kati bekommen hab (vielen Dank dafür, der ist super!), hatte ich gelesen, dass die Franzosen sich Zeit nehmen für ihre Einkäufe. Denn alles was mit Essen zu tun hat, braucht Zeit und wird richtig ausgekostet. Allen Ungeduldigen unter euch sei also gesagt: wenn die Schlange an der Kasse schon 10 Meter lang ist, alle einen vollen Einkaufswagen haben (und die sind etwas größer als in Deutschland), heißt das nicht, dass sich die Kunden beeilen ihren Kram aufs Band zu legen, geschweige denn die Kassierer das zackig über den Scanner ziehen. Da kann man schon mal ne halbe Stunde warten… Darauf haben wir uns heute eingestellt, denn wir wollen uns ja an die französische Lebensart gewöhnen, und sind mit gaaaanz viel Zeit zum Leclerc gewandert, dem riesigen Einkaufscenter. Und wir sind wirklich JEDEN Gang langgegangen. Dementsprechend hat das auch 2 Stunden gedauert. Und es ist verblüffend, was man hier alles kriegt. Neben den 3 Weinregalen (plus eins für Sekt und Bier), gibt es jede Menge Produkte, die wir auch in Deutschland kennen: allen voran Schokolade. Lindt und Kinder findet man haufenweise. Bei den „Schokobons“ haben sie sich nicht mal die Mühe gegeben die zu übersetzen. Nutella ist hier übrigens auch übelst teuer: das kleine Glas 4 Euro. Nicht verwunderlich ist auch die wahnsinns Auswahl an der Käsetheke. Und sehr nett: beim Obst und Gemüse gibt es Angestellte, die die Ware für den Kunden abwiegen. Es ist schon ein Erlebnis in so einem Hypermarché einzukaufen. Trotzdem hab ich jetzt erstmal keine Lust mehr einen Supermarkt zu betreten…

Wir brauchen ne Mütze!! Gekauft haben wir sie trotzdem nicht... Eins der kleinen Weinregale... Prost! Na, jemand Lust auf einen FINGER??? :)

Mittwoch, 04.09.2013

Ein Bankkonto eröffnen? Nichts leichter als das...

Gestern prasselte eine Sintflut von Informationen auf uns herab… Wir waren nämlich in einer Bank, um ein französisches Konto zu eröffnen. Die Angestellten hatten viel zu tun, aber wir sollten warten. Und während wir warteten, unterhielt sich die Dame am Infostand mit uns :) Generell schienen alle sehr interessiert daran, dass wir deutsche Studenten sind ;) Der Monsieur, der sich schließlich um uns kümmerte, war super nett. Er hat uns alles genau erklärt, immer wieder gefragt, ob wir alles verstanden hätten und extra langsam gesprochen. Er hat auch immer wieder Witze gemacht und sich offensichtlich köstlich mit (vielleicht auch über) uns amüsiert – obwohl er Überstunden für uns machen musste, denn wir waren letztlich 3 Stunden da… Das Ende vom Lied war ein riiiiiesiger Stapel Dokumente, aber wir haben nun jeder ein Konto, kriegen in den nächsten Tagen die Bankkarte und das für 3 Euro im Jahr. Na das geht doch :) Allerdings waren wir hinterher auch k.o. durch die Fülle an Informationen. Und es ist echt anstrengend so lange die Fremdsprache zu hören… Nach unserem ausgiebigen Abendessen (denn wir hatten inzwischen richtig Kohldampf), haben wir dann noch n Spaziergang gemacht und dabei den Parc des Sports entdeckt. Ein riesiges Areal mit zig Sportplätzen, Laufwegen, einer Schwimmhalle etc. Auch wenn ich mich noch nicht an alles gewöhnt hab, aber hübsch ist es hier definitiv.

Das Bâtiment D, unser Wohnheim-Gebäude Die Aussicht von der Avenue Alfred Sauvy, in der wir wohnen. Ganz weit entfernt, die Ausläufer der Pyrenäen :) Ein Bild für Rick: eine Palmenumarmung auf französische Art ;) Waaa John muss schon wieder auf mich warten... Der Sonnenuntergang vom Parc des Sports aus gesehen. Super schön!

Dienstag, 03.09.2013

Der erste Tag

...startete mit einem Einkauf im Supermarkt um erstmal was zu frühstücken :) Dann ging es ab ins Erasmus-Büro. Viele Informationen, zahlreiche Zettel zum Ausfüllen und Abstempeln und Wegfaxen und zwischendurch noch das Geburtsdatum auf Französisch ansagen – manchmal gar nicht so einfach ;) Aber die Madame war sehr nett und auch lustig :) Danach sind wir in die Innenstadt. Ohne Plan natürlich. John braucht sowas nicht und Jule hat sowieso keinen selbst wenn einer da ist… :D Irgendwann haben wir dann tatsächlich ein Bureau de Tourisme gefunden und erstmal n Stadtplan bekommen. Das Mittagessen war dann doch etwas französischer – Baguette Poulet et Crudités (Baguette mit Hühnchen und Salat, Tomaten also Gemüse ;) ) Die Mittagspause dort war echt schön. Danach sind wir in Richtung Bahnhof gestiefelt, weil John inzwischen (dank des W-Lans der Quick Filiale – dem französischen Mc Donald’s) herausgefunden hatte, dass es dort einen Lidl gibt. Natürlich haben wir den nicht gefunden. Im Bahnhof waren wir dann in nem anderen Supermarkt. Bei der Trinkpause vorm Bahnhof hat John dann ne Französin gefragt, ob es hier nen „Lidell“ (schön französisch immer die letzte Silbe betont) gibt. Gab es, eine Seitenstraße weiter ;) Wir also hin. Achja vorher war ich natürlich noch Tollpatsch hoch zehn, weil ich voll elegant den Stadtplan rausgeholt habe und ein kräftiger Windstoß ihn mir aus der Hand gerissen hat ^^ der ist erstmal über den halben Platz geflogen, bis eine beherzte Französin aufsprang und sich erstma draufgestellt hat… Im Lidl hier gibt’s übrigens fast die gleichen Sachen wie in D   eutschland, aber typisch französisch gibt’s natürlich auch ein riesiges Weinregal. Abends haben wir dann eine laaaangen Spaziergang zum Leclerc gemacht, das ist so ne Art Kaufland oder Ikea, sagen wir, da gibt es einfach alles und dazu noch billig! Dort haben wir uns erstmal eingerichtet, sprich Besteck, Teller, Gläser, n Topf usw. gekauft. Jetzt können wir wenigstens halbwegs normal essen. Heute waren wir schon im Sécretariat um unsere erste Miete und die Kaution zu bezahlen. Die wollen natürlich auch zig Dokumente von uns… Achja und bis auf den ganzen organisatorischen Kram haben wir bis nächste Woche Donnerstag erstmal nichts zu tun. Da findet dann ein Treffen für alle Erasmus-Studenten statt und ab dann geht’s erst so langsam los. Tja die Franzosen haben eben die Ruhe weg…

Der Sonnenaufgang von meinem Zimmer aus gesehen Dieses Gewässer heißt La Basse und führte uns direkt ins Zentrum La Place Arago. Und überall Palmen :)

Montag, 02.09.2013

Der Süden ruft...

Gestern war es soweit: der große Tag. Und er fing schon um 5:15Uhr an… um 6:10 in der S-Bahn, um 7 am Flughafen, um 8:25 ein letztes Mal Abschied nehmen… Das war ganz schön schwer. Zum Glück war und bin ich nicht ganz allein, John ist mit dabei :) Der Flug nach Toulouse war sehr angenehm, dort angekommen hieß es erst einmal auf den Zug warten (an nem müffligen Fluss auf ner Parkbank). Um 16:26 ging es dann mit einem sehr bequemen und gut ausgestatteten Intercité (Steckdosen, Fußablage, Klapptische und verstellbare Sitze) nach Perpignan. Die Landschaft entlang dieser Strecke ist echt wunderschön! Gegen 19 Uhr waren wir dann endlich da… dann aber natürlich zuerst mit dem Bus zum Studentenwohnheim, wo wir die armen Franzosen wieder mit unserem brüchigen Französisch quälten… aber schließlich hatte jeder von uns einen Schlüssel in der Hand. Mit dem gesamten Gepäck mussten wir dann in den 2. Stock… den Fahrstuhl fanden wir, als wir schon oben waren ;) Mein Zimmer ist suuuper winzig. Aber ist ja klar, wenn man ne 65m² Wohnung gewöhnt ist… immerhin hab ich ein eigenes Waschbecken-Dusche-WC (es ist so klein, dass man es eigentlich nicht als Bad bezeichnen kann. Wenn ich auf Klo sitze, könnte ich mir theoretisch die Füße waschen ^^). Aber ich hab n eigenen Kühlschrank ;) Internet, so haben wir dann erfahren, gibt es nur, wenn wir uns ein Kabel kaufen… Welches ich heute morgen zufällig entdeckt habe :D Also Merci beaucoup an den Studenten, der es mir überlassen hat! Zum Abschluss des Tages gönnten wir uns ein superfranzösisches Abendessen bei KFC :D Und die Dame an der Bedienung hat so mega schnell gesprochen, ich bin kaum hinterher gekommen... Aber irgendwie haben wir dann noch was zu essen bekommen :) Heute wird erstmal der Campus erkundet und die ganze Bürokratie erledigt. Ich denke an euch, meine Lieben!

Im Flieger nach Toulouse, mit John :) Meine Wenigkeit vor dem Bahnhof Toulouse Matabiau Eine schöne französische Landschaft :) Und noch eine :) schon recht nah an der Küste Endlich angekommen (Warten auf den Bus) Der Bahnhof von Perpignan